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Highfield 2018

[Text enthält Werbung | ist aber nicht gesponsert] Über das Highfield Festival sind meine BFF und ich eher zufällig gestolpert. Interessanterweise war der ausschlaggebende Grund für die Buchung 2017 ein völlig simpler, aber das erste Mal dass wir aufgrund dessen zu einem Festival gefahren sind: Das Lineup hat uns umgehauen! Haha, ja wirklich, normalerweise entscheiden wir uns für ein Festival, weil der Name groß ist oder man es halt kennt, aber jenes Mal waren es schlicht und ergreifend die Bands. Wo das Ding sich befand, war uns doch erstmal völlig schnuppe. Praktischerweise lag es mit Großpösna bei Leipzig dann aber eh quasi um die Ecke. Und Spoiler: We liked it!!!

Das Highfield Festival im Check

Publikum und Stylefaktor 

Dieses Jahr (2018) war Glitzer in der Festival-Fashionwelt schwer angesagt und natürlich kam man auch auf dem Highfield nicht drum herum. Da kann auch ich mich nicht rausnehmen (danke BFF), aber immerhin gab’s Bio-Glitzer. Der Abgedrehtheitsfaktor der Outfits hält sich dennoch generell sehr in Grenzen. Hier und dort sieht man mal einen Tiger-Morphsuit oder Herren in zu kurzen Röcken, aber grundsätzlich sind auf dem Highfield Festivalshirt, Shorts/Jeans und Sneaker en vogue, ohne viel Schnickschnack. Ganz normal und bodenständig eben, was vollkommen meinem eigenen Style entspricht.

Highfield 2018
Highfield Festival 2018, Großpösna

Was ich auch sehr angenehm fand – die Leute dort benehmen sich. Also nicht im Sinne von stocksteif, sondern die haben einfach Spaß, lächeln dich auch mal an und rüpeln nicht unnötig rum. Ins Gespräch kommst du schnell, angelabert wirst du auch, aber nichts von alldem wäre für eher unsoziale Menschen zu häufig gewesen, sondern wohldosiert. Ein Traum, oder?

Das Lineup

Wie schon angeteasert waren die Bands der wesentliche Grund für uns, in die sächsische Butnik zu reisen. Während 2017 Alligatoah, Clueso und Billy Talent wegen Wetterschwierigkeiten (same procedure …) nicht auftreten konnten, holten die das 2018 prompt einfach nach. Und war 2017 trotzdem schon mega, war das Lineup 2018 so krass gut, dass wirklich JEDER Künstler mit Ausnahme von zwei/drei auf unserem Muss-ich-sehen-Zettel stand. (Was wir wirklich sahen, war dann allerdings doch öfter unser Pavillon aus der Bodenperspektive.)

Das Highfield gibt eine gute Mischung zum besten, was heute so in der deutschen Festivalszene angesagt ist. Viel Punk, Deutschrap, internationaler Indie und Alternative. Sprich: von Newcomer-Indie-Bands wie Razz über deutsche Rap-Größen wie Prinz Pi und Marteria bis hin zu internationalen Acts wie Placebo. Alles absolute Headliner für mich, aber – die mega Riesen-Acts à la Lollapalooza sind’s dann doch nicht. Während Casper beim Highfield die Headliner-Position einnahm, spielte dieser beim Lolla ein Jahr später und einen Bekanntheitsgrad weiter immer noch gerade mal um 17 Uhr nachmittags, um den Vergleich deutlich zu machen. Du merkst schon – der Fokus ist etwas kleiner und liegt auf deutschen Bands.

Camping & Glamping

Ihr könnt jetzt gerne hämisch lachen und Sprüche wie „so macht man doch kein Festival“ klopfen. Aber meine Meinung ändert sich nicht: Ich bin kein General-Camper. Immer, wenn ich über die Standard-Plätze rüberlaufe, kommt mir ein „Gott sei Dank“ in den Sinn, weil ich nämlich dort NICHT nächtige. Mein Place to be ist das Searassic-Camp, für die Pussies, die Weichgespülten oder halt 30+ Festivalurgesteine. Unser Zelt nehmen wir allerdings selbst mit, in diese Bungalows mieten wir uns dann doch nicht ein. Kommt preislich deutlich angenehmer und das Gelände bleibt ja: befestigte Wege, Duschen, Klohäuschen (leider dieses Jahr ohne Vogelgezwitscher), Rezeption und Leute, die einem nicht auf die Nerven gehen. #sorrynotsorry

Highfield Riesenrad
Obligatorisch: Riesenrad und Jägermeister-Platzhirsch

War das Searassic in 2017 noch ziemlich weit ab vom Schuss, lag es 2018 direkt am Festivalgelände mit eigenem dekadentem VIP-Eingang. Perfekt für alle, die dann doch nicht das ganze Lineup schaffen, aber dafür die Bühnen in guter Soundqualität auch am Zelt hören (öhöm*schuldig*). Daumen hoch und absolut zufrieden!

Orga und Infield

Klein aber fein! Das Festivalgelände ist übersichtlich. Es gibt zwei Bühnen, zwischen denen die Wege quasi nur ein Katzensprung sind. Die Bands spielen mit verschmerzbaren zeitlichen Überschneidungen abwechselnd auf den Bühnen. Was soll ich sagen, mir gefällt es so. Das Ganze ist so organisiert, dass das Infield nie enorm überfüllt ist, man immer überall durchkommt und fix bei A oder B angekommen ist. Trotzdem ist genug Platz für Unmengen an Fressbuden von Fast-Food-Fraß über Wildschwein-Burger bis hin zu veganen Alternativen, das mittlerweile obligatorische Riesenrad sowie den Must-have-Jägermeisterhirsch. Vor der Bühne gibt es einen A-Bereich mit Zugangssperre, dahinter noch ein paar Wellenbrecher, wie es halt so üblich ist, ausgestattet mit gut sichtbaren Leinwänden. Das Geile ist: Wenn du Bock auf vorne hast, kommst du rein, wirklich, probier es einfach aus. Wir sind mitten in Mando Diao von ganz hinten noch direkt in A vor die Bühne gekommen und hatten dort sogar relativ Platz zum Tanzen. 

Entertainmentfaktor

Es gibt einen SEE!!!! Mehr muss ich nicht sagen oder? Das Highfield Festival liegt am Störmthaler See und macht dort für vier Tage einen Strand zurecht. Inklusive Cocktailbar, Schirmchen und Bananabooten. Zugegeben fühlt man sich dort ab spätestens mittags wie in El Arenal auf Malle, aber mit der richtigen Dosis Sex on the Beach ist das irgendwie auch mal ganz fancy. Man kann aber auch recht früh am Morgen kommen (ab 10, ja das is früh für Festival!) und dann bei etwas mehr Ruhe im Wasser planschen. Auf dem Festivalgelände selbst wird man mit Entertainment Gott sei dank weitestgehend in Ruhe gelassen. Selbst Eurowings, die eigentlich beste Unterhaltung in Form von Stageflying liefern wollten, ließen uns dann doch damit in Ruhe. (rofl)

Highfield Anja glitzert
Glitzer in your face!!!

So, Anja, hast du auch was zu meckern?

Hmm, ähhhh…. nein, sorry, hab ich nicht. Als ersten Festivalpost habe ich mir natürlich mein absolutes Lieblingsfestival ausgesucht, womit ich somit auch schon mein Fazit vorweggenommen hätte. Ich bin quasi in einer Beziehung mit dem Highfield-Festival. Für mich ist es einfach perfekt. Sowohl von der Bandauswahl als auch vom Preis (der natürlich immer kleiner sein könnte, aber man gönnt sich ja sonst nichts) und der Größe.

♥ 5 von 5 Sternen ♥

Offizielle Webseite: highfield.de

So, jetzt darfst du endlich, gib’s zu, hast du die ganze Zeit schon ungeduldig drauf gewartet. Mich interessiert, ob du das Highfield Festival genauso schätzt oder eben nicht, und ob du am See schonmal Bananaboot gefahren bist. Nicht interessieren mich deine Campingvorlieben. Letztendlich darf dir aber auch egal sein, was mich interessiert. Los geht’s, beachte nur fleißig die Aretha-Franklin-Regel: R.E.S.P.E.C.T!

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